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Vier Stunden lang haben alle Beteiligten die Moorlandschaft von Gestrüpp befreit.   Foto: Gehrke

Ein Projekt zur Pflege und Erhaltung der Moorlandschaften. Genau das hat der Naturschutzbund Tuttlingen, zusammen mit der Diakonischen Jugendhilfe Mutpol auf die Beine gestellt. Rund 20 Schülerarbeiten mit ihren Lehrern an dem Projekt und kommen so der Natur ein Stückchen näher.


VON LISA GEHRKE

TUTTLINGEN – „Die Schüler lernen bei der Aktion so viele Dinge. Ein Bewusstsein für die Natur, sie bekommen aber auch ein Gefühl für Arbeit“, erklärt Thorsten Pfeiffer. Er ist nicht nur Lehrer bei Mutpol, sondern gleichzeitig auch noch erster Vorsitzender des Naturschutzbundes Tuttlingen (NABU). „Da lag die Kooperation natürlich nahe“, sagt er.

Die Moorfläche an der die Schüler mit ihren Lehrern arbeiten befindet sich zwischen Wurmlingen und Weilheim und ist eine der letzten in der Region mit dieser Größe. Um den Moor herum erstrecken sich vier ein halb Hektar große Wiese, die ebenfalls von den Schülern gepflegt wird. „Unsere Hauptaufgabe hier ist mehr Platz um das Gebiet um den Moor zu schaffen. Die vielen kleinen Bäume und Äste dunklen es ab und hindern Wasservögel dort zu landen“, erklärt Thorsten Pfeiffer.

Die Schüler packen ordentlich mit an

Beteiligt sind insgesamt drei Klassen. Eine zehnte Klasse, eine sechste Klasse sowie eine Berufs- und Lebensklasse. Das sind Schüler die „unterrichtsmüde“ sind und nicht sechs bis acht Stunden in der Klasse sitzen können. Mit solchen Arbeiten und erhöhen sich ihre Chancen im späteren Leben auch ohne einen Schulabschluss ein Arbeitsplatz zu bekommen.

Die Gruppe betreut zusätzlich im Koppenland beim Lokschuppen ein Biotop. „Wir sind abwechselnd in Weilheim oder in Möhringen um die Gebiete zu pflegen“, sagt der Zehntklässler Andreas Kohler. Die Schüler arbeiten an den Projekten immer drei bis vier Tage – je nach Wetter. „Es macht wirklich sehr viel Spaß. Gerade wenn man sich für die Natur interessiert ist das eine tolle Abwechslung“, erzählt Andreas Kohler.

Am Tag arbeiten die Schüler rund vier Stunden, mit Vesperpause. „Häufig ist noch Nachmittagsunterricht, dann sind wir hier nur am Vormittag“, sagt Pfeiffer. Als Belohnung gibt es ein Taschengeld in die Klassenkasse für Ausflüge.

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Tuttlinger Landratsamt statt. Genauer gesagt mit der Naturschutzbehörde. „Wir freuen uns, dass das so gut klappt. Die Zusammenarbeit ist wirklich super“, sagt Pfeiffer.


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